biografie

Sarah Dudley wurde 1971 in Montréal geboren, und studierte Bildende Kunst in Kanada, Frankreich und in den U.S.A.
In 2002, nach einer zwei-jährigen, tiefen Beziehung mit vielen Lithografiesteinen, begann sie, durch ihre Teilnahme an verschiedenen Kunstprojekten, ein acht jähriges Nomadentums. Sarah malt, druckt und dreht meistens wegen der Lust
die Bedeutung des Lebens zu entdecken, aber ehrlich gesagt findet sie Farbe und Pinselstriche einfach unglaublich sexy.

Viele Menschen in Europa, Nordamerika und Afrika haben ihre Arbeiten betrachtet, und Sarah hat es sich vorgenommen in der ganze Welt auszustellen. Es gibt manche Leute, die dieses Verhalten durch verschiedene Auszeichnungen, Förderungen und Künstleraufenthalte unterstützt haben. Andere, wie u.a. Shell Canada und die Allied Irish Bank haben sogar ihre Sammlungen mit dem Kauf von Sarah's Arbeiten bereichert.

Neulich war Sarah in Berlin zu finden- oder war's in Irland? Tja; Berlin, Irland, Kanada - wer weiß?

 

statement

In meinen Kunstwerken geht es um den immer wiederkehrenden Zyklus von Verfall und Wiederauferstehung, der unsere Umwelt beständig transformiert, jedoch häufig als etwas Selbstverständliches gesehen wird. Ich strebe danach, die Schönheit in den Dingen zu finden, die häufig unbemerkt bleiben, nicht wahrgenommen werden. Ich lasse mich dabei von den Details verführen,
die gerade die verborgenen Seiten der Welt verraten und offenlegen! Auf diese Weise wird selbst der am meisten übersehene
Ort oder das unerwartete Objekt zu einer Art temporärem Heim, in dem eine tiefere Verbindung geschaffen werden kann mit
dem, was uns umgibt.

In jedem Jahr wieder zeigt das Herbstlaub seine atemberaubenden Farben nur während einiger Wochen. Die Blätter fallen auf
die Erde, und ihre Schönheit verblasst dort schnell. Dies geschieht mit vielen Dingen, und zwar immer dann, wenn der Zyklus
von Verfall und Wiederauferstehung sich in der abnehmenden Phase befindet. Zu Beginn des Niedergangsprozesses gibt es
eine visuelle Feier, einen letzten Triumph, bevor die völlige Auflösung und Transformation ihren Lauf nimmt. Diese wiederum
ist ein notwendiger Schritt, um Raum für das Neue zu schaffen. Es ist dieses kurzlebige prunkvolle Schwelgen, das das Menschsein ausdrückt und unser Bedürfnis, einen Sinn und Zweck zu entdecken in dem unausweichlichen Prozess von
Wechsel, Loslassen, Verlust und Erneuerung, der sich überall in unserem Leben wiederfindet.

Meine Arbeiten begrüßen diesen Prozess, und sie übertragen ihn in eine jubilierende Lobpreisung, indem sie den Beobachter
dazu einladen, die Schönheit des Unerwarteten zu genießen und die Kostbarkeit der Vergänglichkeit zu betrachten. Abstrahiert durch das Ausschneiden von Details und die Vergrößerung von sehr kleinen Abschnitten, transformieren meine Subjekte sich
in verschleierte Versionen ihrer selbst. Ihre verbleibende Rest-Realität verbindet sich dabei mit ihrer darunter liegenden Essenz
in einem Fest von Farbe, Form und Beschaffenheit.